Hebelprodukte auf Twitter

Die Bank Vontobel und UBS bieten derzeit 216 Warrants auf Twitter an. Das Angebot in Knockout-Produkten ist in der Schweiz derzeit jedoch noch mangelhaft.

Es gab letzte Woche mit Twitter an den Börsen praktisch nur ein Thema. Das IPO war Gesprächsthema Nr.1 und unter $TWTR wurde im Sekundentakt getwittert. Nachdem der Emissionspreis des Kurznachrichtendienstes zweimal erhöht wurde, konnten die Aktien dann für 26 USD gezeichnet werden. Niemand hätte es aber wohl für möglich gehalten, dass der erste Börsenkurs bei 45.10 notieren würde. Lang und Schwarz, die bereits vorbörslich Twitter-Optionsscheine anboten, hatte mit 36.50 USD kalkuliert.

Die Twitter-Aktien schossen kurzfristig gar gegen 50 USD hoch und kamen dann auf 45 USD zurück. An den folgenden Handelstagen verlor Twitter dann etwas an Boden und notiert aktuell bei 42 USD. Die Aktien sind somit sehr hoch bewertet.

Swiss Dots bietet nur Calls an

In der Schweiz boten Vontobel und UBS als erste Hebelprodukte auf Twitter an. Sie wurden aber ebenso von der Kursexplosion überrascht. Alle Knock Out Produkte auf fallende Produkte waren schon augeknockt bevor diese das erste Mal gehandelt werden konnten. Auch in Deutschland passierte identisches. So konnte man nur mit wenigen Put Warrants auf fallende Kurse spekulieren. Die Emittenten haben dann aber einige Produkte nachemittiert.

Aktuell bieten in der Schweiz einzig die Bank Vontobel und die UBS Hebelprodukte auf Twitter an. Total sind 111 Warrants im Angebot, wovon 81 Calls. Vontobel hat total 66 Warrants im Angebot, UBS deren 45. UBS bietet zudem über die ausserbörsliche Swissquote Swiss Dots Plattform noch weitere 105 Warrants an, jedoch vollumfänglich Call Scheine.

Angebot an Short-Produkten ungenügend

Sehr mager ist das Angebot aktuell in den Knockout-Produkten. Hier bietet einzig die Bank Vontobel einige wenige Produkte an. Im Einzelnen sind dies 9 Open-End Knockout-Warrants (davon 4 Puts) und 11 Mini-Futures. Bei den Mini-Futures gibt es mit dem 47.59 Short MTWTK nur noch ein Short-Produkt. Jedoch sind die vier Open-End Knockout-Puts ähnlichen Charakters. Die K.O Levels liegen dabei zwischen 49.55 und 55.58 USD.

Allgemein ist das Angebot an Knockout-Produkte sehr mager. Zum Vergleich: In Deutschland sind 700 Knockout-Produkte im Angebot. Dabei können die Produkte der Deutschen Bank und der Commerzbank gar über Swissquote für 9 Euro Flat geordert werden. Eine Alternative ist auch das Faktor-Zertifikat 3mal Long TWEETL, welches durch einen sehr tiefen Bid/Ask Spread auffällt.

Etwas grosszügiger ist das Angebot in der Schweiz bei den Warrants. Hier möchten wir nun testen, ob die Bank Vontobel oder die UBS die besseren Warrants anbieten und suchen dafür einen 40er Call-Warrants. Wir betonen jedoch, dass es dabei lediglich um Vergleichszwecke geht. Wir würden in der jetzigen Phase keinesfalls mit Warrants nahe am Geld auf Twitter setzen. Die implizite Volatilität ist viel zu hoch, dies macht Optionsscheine teuer.

Ein Warrants Vergleich: UBS vs Vonti

Für die Laufzeiten Dezember 2013 und März 2014 bietet beim Strike von 40 einzig die UBS Produkte an. Bei den Verfällen September und Dezember 2014 spielt der Vergleich jedoch perfekt. Hier offerieren Vontobel und UBS jeweils 10er Ratio-Produkte. UBS sowohl über die Börse als auch über Swissquote/Swiss Dots. Alle Produkte werden in CHF gehandelt und sind amerikanischer Ausübung.

Beim September-Warrant hat die Bank Vontobel einen leicht höheren Bid/Ask-Spread. Dieses Manko gleicht sie jedoch während den Handelzeiten von Twitter in der Regel wieder aus. Wer jedoch vorher ordert, der kommt hier bei der UBS derzeit besser weg. Vontobel glänzt jedoch durch höher gestellte Volumen.

Die UBS macht keinen Unterschied zwischen den kotierten Produkten und den Swiss-Dots-Produkten, die Warrants werden identisch gepriced. Bei der Dezember Laufzeit zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier offeriert Vontobel vor dem Twitter Opening einen 2 Rappen Spread und UBS nur einen Rappen. Allerdings sind die UBS Produkte leicht teurer.

Ein Kauf sollte wenn immer möglich erst nach 15.30h erfolgen, da dann die Twitter-Aktie in den USA gehandelt werden. Ein Nachteil ist dabei, dass die börsenkotierten Warrants bereits um 17.15 nicht mehr getraded werden können. Hier hat Swissquote/Swiss Dots dank der längeren Handelbarkeit bis 22.00h die besseren Karten.

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