Deutscher Derivate Verband wird 5 Jahre alt. „Wir haben viel erreicht, aber es ist noch viel zu tun‘‘

Am 14. Februar 2013 wird der Deutsche Derivate Verband (DDV) 5 Jahre alt. Er ist hervorgegangen aus dem Zusammenschluss des Deutschen Derivate Instituts (DDI)* und des Derivate Forums (DF). Der DDV will die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für strukturierte Wertpapiere in Deutschland und in Europa verbessern und dazu beitragen, dass sich immer mehr Privatanleger für Zertifikate und Optionsscheine entscheiden. Zu den Zielen des DDV zählen deshalb auch die Verbesserung der Verständlichkeit und Transparenz der Produkte sowie der Schutz der Anleger. Dem politischen Interessenverband mit Geschäftsstellen in Frankfurt, Berlin und Brüssel gehören die 17 führenden Emittenten derivativer Wertpapiere an. Zudem unterstützen zehn Fördermitglieder, zu denen die Börsen in Stuttgart und Frankfurt, Finanzportale und Dienstleister zählen, die Verbandsarbeit.

Vorstandsmitglieder des DDV sind Stefan Armbruster (Deutsche Bank), Klaus Oppermann (Commerzbank), Jan Krüger (LBBW), Grégoire Toublanc (BNP Paribas) sowie Dr. Hartmut Knüppel als geschäftsführender Vorstand. An die Gründungsphase des DDV und die Anfangszeit der Verbandsarbeit, die stark im Zeichen der Finanzkrise stand, erinnert sich Knüppel: „Wir hatten keine Zeit zur Einarbeitung und wurden direkt ins kalte Wasser geworfen. Unmittelbar nach der Lehman-Insolvenz starteten wir eine umfassende Transparenzinitiative. Mit der Derivate-Liga als Produktklassifizierung, den einheitlichen Fachbegriffen und den Muster-Informationsblättern, aber auch mit unseren Schulungsinitiativen und dem Derivate-Kodex haben wir viel erreicht. Aber es gibt gerade mit Blick auf die zahlreiche Regulierungsinitiativen noch eine ganze Menge zu tun. Dabei wird sich unser Aktionsfeld um zahlreiche Themen vor allem auf europäischer Ebene erweitern.“

Hartmut Knüppel:
„Wir haben viel erreicht, aber es ist noch viel zu tun‘‘

Die Mitglieder des DDV repräsentieren mehr als 95 Prozent des deutschen Zertifikatemarktes. Mit dem Beitritt von drei Landesbanken zu Beginn des Jahres hat sich die Säule des öffentlich-rechtlichen Bankensektors erheblich verstärkt. Das Marktvolumen des Zertifikatemarktes liegt derzeit bei rund 100 Mrd. Euro. Dabei setzen die Privatanleger vor allem auf Sicherheit. Mehr als zwei Drittel des Volumens entfallen auf Zertifikate mit vollständigem Kapitalschutz.

Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung des Marktes und des Verbands ist Knüppel zuversichtlich: „Zertifikate sind eine deutsche Erfindung und mit etwas über 20 Jahren eine noch recht junge Anlageklasse. Sie revolutionierten die Anlagemöglichkeiten für private Anleger. Mit Zertifikaten können Privatanleger beispielsweise unkompliziert ihr Depot absichern, auch von seitwärts laufenden oder fallenden Märkten profitieren oder an der Wertentwicklung des DAX teilhaben, ohne dessen Einzelwerte kaufen zu müssen. Damit diese attraktiven Anlagemöglichkeiten für die Privatanleger auch künftig erhalten bleiben, wird sich der DDV weiterhin für einen sachgerechten und fairen regulatorischen Rahmen in Deutschland und Europa einsetzen. Zudem werden wir die Verständlichkeit und die Transparenz unserer Produkte weiter verbessern und die Anlegeraufklärung konsequent vorantreiben.“

* Für die historisch Interessierten: Wenn man die Gründung des Deutschen Derivate Instituts (DDI), einer der beiden Vorgängerorganisationen des DDV, am 15. Dezember 2003 mit berücksichtigt, könnte unser Verband am Ende dieses Jahres sein 10-jähriges Bestehen feiern.

Zur Publikation: Wieso braucht es eigentlich Zertifikate geht es hier

 

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