DDV Zertifikate-Emittenten Umfrage; Wie beurteilt ihr den 1ten Abschnitt? Ich sehe Schwarz!

Gemäss einer Umfrage des Deutschen Derivateverbandes glauben nur 5 Prozent daran, dass mehr Serviceleistungen ein Erfolgsfaktor für den Zertifikate-Emittenten darstellen. (Zertifikate sind doch homogene Güter!?)
Mehr als zwei Drittel der befragten Emittenten rechnet aber damit, dass in den nächsten zwölf Monaten weitere Zertifikate-Anbieter aus dem Markt ausscheiden werden. (ah interessant)

Nach Einschätzung von rund 70 Prozent der Emittenten sind gute Erfahrungen in der Vergangenheit mit dem jeweiligen Zertifikate-Anbieter das entscheidende Kaufkriterium. (absolut richtig) Für weniger wichtig halten sie hingegen das Informations- und Serivceangebot (na dann gute Nacht) “ Die derzeitige Zahl von gut einer Million Anlagezertifikaten und Hebelprodukten wird nach Einschätzung von 68 Prozent der Befragten im nächsten Jahr gleich bleiben. (no comment)

(Wenn ich den obigen Abschnitt lese, sehe ich Schwarz für die Deutsche Zertifikate-Branche)

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Weitere Erkenntnisse aus der jährlichen Umfrage, die der Deutsche Derivate Verband (DDV) bei insgesamt 23 Emittenten durchgeführt hat, entnehmen Sie untenstehend von der Pressemitteilung vom DDV:

Die Mehrheit der Zertifikate-Anbieter beurteilt ihr Geschäftsjahr 2013 besser als das Vorjahr und rechnet auch in den kommenden Monaten mit keiner wesentlichen Änderung. Jeder zweite Emittent geht zudem von weiter steigenden Kursen des DAX aus.

Für fast jeden zweiten Emittenten hat sich das Zertifikategeschäft im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Ein Drittel sieht keine Veränderung und 17 Prozent beurteilen den Geschäftsverlauf als schlechter. Für das erste Halbjahr 2014 gehen 48 Prozent der Emittenten von einer unveränderten Geschäftsentwicklung aus. 44 Prozent sind allerdings zuversichtlich und erwarten eine Verbesserung. Nur 9 Prozent befürchten, dass sich ihr Zertifikategeschäft zukünftig verschlechtern wird.

Steigender Regulierungsaufwand
Jeder zweite Emittent stellt sich darauf ein, dass der Aufwand für die Regulierung von Zertifikaten durch Gesetzgeber und Wertpapieraufsicht im kommenden Jahr stark zunehmen wird. Während 32 Prozent der Befragten zumindest von einer leichten Zunahme des künftigen Regulierungsaufwands ausgehen, erwarten 14 Prozent der Befragten keine Veränderung. Nur 5 Prozent rechnen mit einer leichten Abnahme.

Die Befürchtungen der Emittenten teilt auch Hartmut Knüppel, geschäftsführender Vorstand des DDV und mahnt deshalb mit Blick auf die kommenden Regulierungsvorhaben Augenmaß an: „Das Korsett, das der Zertifikatebranche angelegt wird, um auch politisch eine gute Figur zu machen, könnte ungewollt so fest geschnürt werden, dass den Emittenten die Luft weg bleibt. Doch gerade die starke Selbstverpflichtung der Zertifikatebranche macht viele neue Vorschriften und Gesetze
überflüssig. So weisen Zertifikate mit Umsetzung des neuen Fairness Kodex inzwischen ein Höchstmaß an Produkt- und Kostentransparenz auf.“

Härterer Wettbewerb
Für 91 Prozent der Emittenten sind die Wettbewerbsbedingungen im Jahr 2013 härter geworden. 86 Prozent gehen auch für das Jahr 2014 von einem großen Wettbewerbsdruck aus. Mehr als jeder Zweite glaubt, dass sich dabei der Wettbewerb vor allem auf die Produktqualität konzentrieren wird. 41 Prozent sind hingegen überzeugt, dass der Druck auf die Zertifikatepreise weiter zunehmen wird.
Von mehr Serviceleistungen als bestimmendem Erfolgsfaktor gehen nur 5 Prozent der Emittenten aus. Mehr als zwei Drittel der befragten Emittenten rechnen damit, dass in den nächsten zwölf Monaten weitere Zertifikate-Anbieter aus dem Markt ausscheiden werden.

Gute Erfahrungen als wichtigstes Kaufkriterium

Nach Einschätzung von rund 70 Prozent der Emittenten sind gute Erfahrungen in der Vergangenheit mit dem jeweiligen Zertifikate-Anbieter das entscheidende Kaufkriterium. Für weniger wichtig halten sie hingegen das Informations- und Serivceangebot. Mehr als ein Drittel der Zertifikate-Anbieter geht davon aus, dass die Privatanleger darauf beim Kauf eines Zertifikats am wenigsten achten.

Stärkere Nachfrage nach Aktienanleihen und Faktor-Zertifikaten
39 Prozent der Emittenten sehen bei den Aktienanleihen die größten Zuwächse im kommenden Jahr. Jeweils 13 Prozent erwarten hingegen, dass die Privatanleger verstärkt auf Kapitalschutz-, Bonus oder Express-Zertifikate setzen werden. Während 9 Prozent Bonitätsanleihen für das beliebteste Anlageprodukt halten, sehen genauso viele Emittenten den Fokus der Anleger auf den Strukturierten
Anleihen. Faktor-Zertifikate werden nach Ansicht der Mehrheit die gefragtesten Hebelprodukte sein.

Gleichbleibendes Produktangebot
Die derzeitige Zahl von gut einer Million Anlagezertifikaten und Hebelprodukten wird nach Einschätzung von 68 Prozent der Befragten im nächsten Jahr gleich bleiben. 27 Prozent gehen von einer weiteren Steigerung aus, während 5 Prozent erwarten, dass das Produktangebot kleiner wird. Ende November 2013 waren an den Börsen etwa 495.000 Anlagezertifikate und 653.000 Hebelprodukte notiert.

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Ein Kommentar

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