Warrants vergleichen: Werden die richtigen Zürich und Richemont Calls getraded?

Trader sollten von der grossen Auswahl profitieren und Warrants vergleichen. Ein wichtiges Hilfsmittel dabei sind auch die Market-Making-Kennzahlen.

Das Gute an Hebelprodukten und insbesondere an Warrants ist das grosse Angebot. Derzeit liegen 18‘000 Warrants, 3‘300 K.O.-Warrants und 4‘400 Mini Futures an der Scoach Schweiz auf. Über 10 Emittenten buhlen um die Trader.

 (Quelle: Scoach.ch/Marktreport) Ausstehende Produkte Trades
Warrants K.O. Warrants Mini Futures im April 
Vontobel 6’625 2’280 1’775 28’755
ZKB 3’726 307 237 11’363
UBS 4’320 539 1’261 11’019
Julius Bär 1’323 4 5’571
Credit Suisse 545 1’999
RBS 1’057 1’485
Goldman 78 7 1’659
HSBC 730 172 284
Deutsche Bk 145 44 493
Sarasin 37 107
BKB 17 5

Am meisten Produkte hat die Bank Vontobel ausstehend und war mit 28‘755 Trades im April auch klarer Marktführer. Dahinter folgen ZKB, UBS und Julius Bär. Betrachtet man die Statistik, so fällt auf, dass sich einige Emittenten vom Warrants Geschäft zurückziehen. Die RBS bietet bspw. nur noch Mini Futures an und hat die Emission von Warrants komplett eingestellt. Auch die Zahlen von Deutsche Bank, Sarasin und BKB deuten darauf hin, dass diese ihr Warrants-Geschäft stark drosseln. Bei Goldman Sachs erkennt man, dasss sich der Emittent nun fast komplett den Swiss Dots Warrants widmet. Derzeit sind nur noch 78 Warrants an der Scoach Schweiz ausstehend. Zum Vergleich: Auf der Swissquote Plattform Swiss Dots hat Goldi 17‘000 Produkte im Angebot.

Wir wollen nun untersuchen, ob die Masse auch die richtigen Warrants kauft und ob es nicht noch günstigere Produkte – v.a. im Bezug auf Bid/Ask Spread und implizite Volatilität – geben würde. Dabei konzentrieren wir uns auf Scoach-Warrants. Diese haben den Vorteil, dass dazu Market-Making-Qualitätszahlen gerechnet werden.

Welche Richemont und ZURN Warrants werden gekauft?

Diese Woche stehen Richemont und Zürich im Fokus. Sie sind die letzten SMI-Werte die ihre Quartalszahlen präsentieren. Im Vorfeld deckten sich die Trader mit dem Zürich Call ZURCWW (Strike 260 und Dezember Verfall) sowie dem 80er Richemont Call VTCFAB mit Laufzeit bis Juni ein.

Für den Richemont-Call präsentiert sich ein schönes Bild. Hier sind drei vollkommen identische Produkte, sprich alle mit Ratio 20 im Rennen. Dies macht einen Vergleich einfach. Bei allen Produkten handelt es sich um American Style Warrants. Die ZKB hat klar den teuersten Warrant (grösste implizite Vola), d.h. Anleger können entweder zwischen dem UBS und dem Vontobel-Warrant wählen. UBS stellt ein zu tiefes Volumen (gerade mal 10’000 CHF Gegenwert) und darum ist die Wahl der Anleger mit VTCFAB richtig. Im Auge zu behalten gilt es aber die Kursverfügbarkeit, welche bei diesem Produkt in den letzten 10 Tagen am tiefsten war.

Unterschiedliche Ratios bei Zürich

Schauen wir uns die Zürich-Warrants an. Auch hier handelt es sich überall um American Warrants. Beim Dezember 260er Call sind vier Produkte im Angebot. Zwei Produkte weisen ein Ratio von 100 aus, sind also direkt vergleichbar, dazu kommen die Ratios 80 und 50. Das Produkt mit der höchsten Reagibilität kommt somit von der ZKB mit ZURZM. Alle Produkte offerieren einen Spread von 0.01 CHF, damit bietet das Produkt der ZKB auch den tiefsten relativen und absoluten Spread. Bei den direkt zu vergleichenden Produkten zeigt wiederum Vontobel die tiefere implizite Volatilität. Trader kaufen derzeit vor allem das CS Produkt ZURCWW mit Ratio 80, was grundsätzlich eine gute Wahl ist, da die Kursverfügbarkeit besser war, wie im ZKB Produkt.

Der Kurzvergleich zeigt wiedermal klar. Vergleichen lohnt sich für Warrants-Anleger – und die Heavy-Trader nutzen dies auch. Die Market-Making-Zahlen, die von Scoach angeboten werden, bieten den Tradern zudem einen schönen Mehrwert.

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