Kreditanfrage richtig stellen: Wichtige Angaben, um für einen Kredit zu überzeugen

Um einen Kredit bei einer Bank oder einem anderen Geldinstitut zu bekommen, muss nach einem eingehenden Kreditvergleich ein Kreditantrag gestellt werden. Hierbei wird für den potenziellen Geldgeber geklärt, wofür das Geld benötigt wird, welcher Betrag notwendig ist und über welchen Zeitraum der Kredit zur Verfügung gestellt werden soll.

Dieses Verfahren ist mittlerweile sowohl bei der Hausbank als auch online möglich. Doch wie stellen Verbraucher einen Kreditantrag richtig und welche Dokumente und Angaben sind wirklich nötig? Mit einigen hilfreichen Tipps ist es gar nicht so schwer eine Kreditanfrage richtig zu stellen.

Vor dem Kredit die richtigen Nachweise angeben 

Wer einen Kredit benötigt, muss vorab eine Kreditanfrage stellen. Dies bedeutet, dass anhand bestimmter Angaben des Antragstellers von der Bank entschieden wird, ob ein Kredit angeboten wird oder nicht. Auch die Bedingungen werden mittels der angegebenen Daten des Antragstellers vom Kreditgeber festgelegt. Mit der Vergabe des Kredits schenkt die Bank dem Kunden das Vertrauen, den geliehenen Geldbetrag innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens zurückzuzahlen. Der Kunde muss der Bank deshalb erklären, für was der Kredit benötigt wird und wie die Rückzahlung erfolgen kann. Wird das benötigte Geld zum Beispiel für einen Autokauf benötigt, sollte auf jeden Fall das Händlerangebot als Nachweis vorgelegt werden. Doch das ist noch nicht alles, was Banken an Angaben benötigen. 

Welche Angaben werden benötigt?

Damit Banken einen Kredit vergeben – ob online oder vor Ort, benötigen sie die Sicherheit, dass der potenzielle Kreditnehmer das geliehen Geld auch zurückzahlen kann. Aus diesem Grund holen sie mit den Daten einer Kreditanfrage des Kunden Angaben ein, die über dessen Bonität Auskunft geben. Hierzu muss der Antragsteller unter anderem folgende Dokumente und Angaben vorlegen: 

  • monatliches Einkommen mit den letzten drei Gehaltsnachweisen,
  • weitere Einnahmen wie Kindergeld oder Mieteinnahmen,
  • eine Haushaltsrechnung mit Angaben zu regelmässigen Ausgaben,
  • Schufa-Score,
  • eventuell Verwendungszweck des Kredits.

Ein weiteres wichtiges Dokument ist:

  • ein Personalausweis oder Reisepass zur Identitätsprüfung.

Wird der Kredit für eine Umschuldung genutzt, das heisst, dass andere Kredite abgelöst werden sollen, benötigt die Bank die dazugehörigen Verträge.

Mithilfe dieser Angaben kann der Bewerber bestimmte Voraussetzungen der Banken erfüllen, um einen bestimmten Kredit und einen guten Zinssatz bewilligt zu bekommen. Diese Bedingungen sind von Bank zu Bank unterschiedlich und beinhalten zum Beispiel die Sicherheitsaspekte Einkommen, Haushaltsüberschuss und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. 

Bei Freiberuflern und Selbstständigen gelten allerdings besondere Regelungen. Da diese Berufsgruppe meist keine geregelten Einkommensnachweise erbringen kann, müssen sie bei einem Kreditantrag zusätzlich die Einkommensteuerbescheide der letzten zwei oder drei Jahre vorlegen. Eventuell fordern die Banken auch die Jahresabschlüsse der letzten Jahre. 

Wie funktioniert die Bonitätsprüfung?

Das Wichtigste für die Banken bei einer Kreditvergabe ist die Prüfung der Bonität des Antragstellers. Unter dem Begriff Bonität versteht man die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers. Banken wägen damit ab, ob der potenzielle Kunde in der Lage ist, die aufgenommenen finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen und die Raten zu erbringen. Die Basis für die Ermittlungen ist das Einkommen des Antragstellers. Auch Kindergeld oder Rentenzahlungen werden dabei berücksichtigt. Das Wichtigste für die Banken ist allerdings, dass diese Beträge unbefristet und regelmässig eingehen. Hat die Bank alle Einnahmen registriert, folgt der Haushaltsplan. Einnahmen und Ausgaben werden gegenübergestellt und der Überschuss errechnet. Dieser stellt dann die Grundlage für die mögliche Ratenrückzahlung dar. Zudem werden die Kundendaten bei der Schufa in Erfahrung gebracht, wobei ein positiver Schufa-Score äusserst nützlich für die Kreditbewilligung ist. Diese Daten zusammengenommen ergeben die Bonitätsbewertung und sind Ausgangspunkt für die Zinsberechnung. Viele Kredite sind mittlerweile bonitätsabhängig, sodass die Zinsen erst nach der Prüfung angegeben werden. 

Der Kreditvertrag

Hat der Kunde alle Daten für den Kreditantrag beisammen und angegeben, entscheidet die Bank über eine Kreditvergabe. Nach eingehender Prüfung der Haushaltsrechnung sowie der Schufa-Auskunft, bewerten die Verantwortlichen die Sicherheiten und die Bonität. Fällt die Prüfung positiv aus, wird der Antrag genehmigt und es folgt der Kreditvertrag. Hier werden alle Details zum Kredit festgelegt: 

  • Kreditart,
  • Kreditsumme,
  • Laufzeit,
  • Zinsen,
  • Rückzahlungsmodalitäten.

Die Prüfung und Bewilligung eines Kreditantrages kann von einem Tag bis hin zu mehreren Wochen in Anspruch nehmen. Die Bearbeitungsdauer hängt vom durch die Bank verwendeten Verfahren ab.   

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