Berner Börse plant Einstieg in Strukturierte Produkte! Dabei sind: Bär, ZKB und Vontobel

Nun wird es ganz heiss am Schweizer Derivatemarkt. Die Berner Börse plant zusammen mit den Hebelprodukte-Schwergewichten Vontobel, ZKB und Julius Bär den Einstieg in den Handel mit Strukturierten Produkten, berichtet Reuters.


Damit hätte die Scoach neben der Derivatplattform Swiss Dots von Swissquote/UBS/GoldmanSachs einen weiteren Konkurrenten. Es ist auch offensichtlich, dass hier nicht das selbe Börsenmodell wie bei Scoach gewählt werden wird. Die Teilnehmer werden wie bei Swiss Dots alles unternehmen, dass dieser Markt Arbitragefrei sein wird. Ein grosses Problem an der Scoach ist das sogennante Tickarbitrage, wo spezialisierte Händler die minimalen Zeitunterschiede zu ihren Gunsten nutzen können, was den Derivatanbietern schwer zu schaffen macht(insbesondere bei volatilen Basiswerten wie bspw. Oel, Gold oder der Dax).
Zudem sorgt dieser Zustand auch allgemein für höhere Spreads an der Schweizer Derivatbörse Scoach. Swiss Dots offeriert deutlich tiefere Bid/Ask Unterschiede in Hebelprodukten. Dazu kommen die sehr teuren Kotierungsgebühren für Hebelprodukte an der Scoach Schweiz.

Verhinderung von Tick-Arbitrage
Technisch wird die Berner Börse, wie auch Swiss Dots, die Cats Plattform von Citigroup nutzen. Damit ist auch offensichtlich, dass an der Berner Börse der Handel wohl ebenfalls via Quote Request verlaufen wird. Gemäss Meldungen von Reuters soll der Start schon im Q1 erfolgen. Erfahrungsgemäss wird es dann wohl aber Q3 oder Q4 bis alles technisch einwandfrei läuft. Zudem sollen neben Bär, ZKB und Vontobel noch weitere Emittenten hinzukommen. Spannend ist auch, dass die Berner Börse im Gegensatz zu Swiss Dots der Finma unterstellt ist.

Vontobel ist Nr. 1 in Hebelprodukten
Die Bank Vontobel bietet an der Scoach knapp 9’000 Hebelprodukte an und ist klar die Nr. 1 am Schweizer Derivatmarkt, auch im Umsatz. Die ZKB offeriert derzeit 4’200 Hebelprodukte und Bär rund 1’200. In dieser Liga kann nur UBS (6’000 Produkte) mithalten. Erst gestern hatte auch Swiss Dots gemeldet, dass ihre Plattform für weitere Struki-Anbieter geöffnet wird.

Ich bin gespannt wie es weitergeht und werde Sie hier auf dem Blog auf dem Laufenden halten. Wie ich schon gestern vermeldete, wird die Scoach nun gezwungen sein die Kotierungsgebühren für Hebelprodukte stark zu senken.

Teure Kotierungsgebühren Scoach

Hier die aktuellen Kotierungsgebühren für Derivate an der Scoach. (Es wird kein Unterschied zwischen Open End Tracker-Zertifikaten und Knock Out Zertifikaten gemacht!)

200 Produkte =    300’000 CHF
500 Produkte =    600’000 CHF
1’000 Produkte =   990’000 CHF
2’000 Produkte = 1’600’000 CHF
5’000 Produkte = 3’000’000 CHF
7’500 Produkte = 3’900’000 CHF
10’000 Produkte = 4’500’000 CHF

Quelle: http://www.six-exchange-regulation.com/admission_manual/10_01-LOC_de.pdf

Zur Reuters-Meldung: http://de.reuters.com/article/marketsNews/idDEBEE90O04820130125

Weitere Reuters-Meldung vom 28.1: Fusionieren Swiss Dots und Berner?

 

 

5 Kommentare

  1. […] Und der Knaller: Die Berner Börse startet den Einstieg in den Derivathandel! Dabei seien JB, ZKB und Vontobel. Zur Meldung […]

  2. […] spekuliert, dass Swiss Dots und das Berner Derivate-Projekt fusionieren könnten, bzw. dass das Berner Projekt nur eine Drohung gegenüber Scoach sein könnte. Gut möglich, denn es würde mich sehr wundern, […]

  3. […] Berner Börse BX Berne eXchange hat sich entschieden, das vor wenigen Monaten lancierte Projekt zur Einführung einer Handelsplattform für Derivate nicht weiterzuverfolgen. Zum Entscheid […]

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