Wie funktioniert der Devisenmarkt?

Sei es beim Tätigen von internationalen Transaktionen für die Arbeit oder beim Umtauschen des Geldes für den nächsten Urlaub – der Devisenmarkt, auch Forex genannt, ist allgegenwärtig und wir alle sind zu einem gewissen Grad an ihm beteiligt.

Doch wer bestimmt eigentlich den Währungskurs? Hier finden Sie alles über Forex im Überblick.

Eine Einleitung in den Devisenmarkt

Der Forex-Markt ist der größte Finanzmarkt der Welt mit der höchsten Liquidität, dessen Tagesumsatz auf über 4 Billionen US-Dollar geschätzt wird. Er hilft sowohl Privatpersonen als auch Finanzinstituten, Zentralbanken und Regierungen dabei, verschiedene Währungen zu konvertieren.

Devisen werden immer in sogenannten Paaren gehandelt – z. B. Euro gegen Britische Pfund, US-Dollar gegen Japanische Yen, etc. Das Währungspaar, das am häufigsten gehandelt wird, ist EUR/USD.

Die erste Währung eines Paares wird auch Basiswährung oder primäre Währung genannt. Die zweite Währung nennt man Kurswährung oder Gegenwährung. Der Devisenkurs zeigt an, welchen Betrag einer Kurswährung man aufbringen muss, um eine Einheit der Basiswährung zu erwerben.

Spekulanten kaufen und verkaufen Währung zu einem Wert, der den Kursschwankungen unterliegt. Der Einstieg in den Forex-Markt ist sehr einfach, da Sie eine Währung normalerweise immer auf Nachfrage kaufen können.

Sind Sie zum Beispiel der Meinung, dass der Euro dem US-Dollar gegenüber bald an Wert gewinnen wird, würden Sie eine “Long-Position” eingehen, indem Sie Euro kaufen und US-Dollar verkaufen. Falls Sie erwarten, dass der Euro an Wert verliert, dann gehen Sie eine Short-Position ein, indem Sie Euro verkaufen und US-Dollar kaufen.

So funktioniert der Markt

Devisenkurse richten sich nach Angebot und Nachfrage. Oftmals kann man auch die Stärke der Wirtschaft einer Nation am Wechselkurs ihrer Währung ablesen. Wenn es viele ausländische Investoren in ein Land zieht, dann steigt dadurch auch der Wechselkurs des dortigen Zahlungsmittels.

Geht es Brasilien zum Beispiel wirtschaftlich gut, dann haben internationale Konzerne ein Interesse daran, dort Fabriken und Geschäftsstellen zu eröffnen.

Nun befindet sich mehr Kapital in dem Land. Da die meisten Geschäfte dort in Brasilianischen Real abgewickelt werden würden, würde die Nachfrage nach diesem Währungsmittel steigen und dadurch auch ihr Kurs. Geht es der Wirtschaft schlecht, bleiben die Investoren aus und die Nachfrage nach der Währung sinkt.

Einige Unternehmen profitieren besonders vom Devisenmarkt, da sie in einer bestimmten Währung Gewinne machen, ihren Service oder ihre Güter aber in einer anderen Währung bezahlen.

Regierngen haben ebenfalls einen Einfluss auf den Finanzmarkt. Ihnen stehen dabei mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Damit der Kurs nicht zu sehr ins Schwanken gerät, können die Notenbanken zum Beispiel ausländische Währung in großen Mengen kaufen.

Bezahlt wird dafür mit der heimischen Währung. Nun befindet sich eine große Menge der “heimischen” Währung auf dem Markt. Da die Nachfrage jedoch nicht steigt, soll der Kurs so gedrückt werden.

Umsätze auf dem Devisenmarkt sind jedoch gigantisch, deshalb hat solch ein Vorgehen nur eine zeitlich sehr begrenzte Wirkung. Staaten können auch auf den Wechselkurs Einfluss nehmen, indem sie Kapitalflüsse dämpfen. Dann werden zum Beispiel die Steuern für internationale Käufer erhöht.

Forex ist ein beliebter Einstiegsmarkt für Anleger. Doch obwohl es überall viele Informationen über den Markt zu finden gibt, ist auch dieser ständig im Wandel, sodass man sich immer auf dem Laufenden halten sollte. Welche Auswirkungen werden zum Beispiel Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether auf den Markt haben?

 

 

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